TREND Projekt

TREND Projekt

Mit innovativen Geschäftsmodellen die digitale Zukunft des Handwerks gestalten

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Gefördert durch Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Innovative Geschäftsmodelle im Handwerk gestalten
– Wie geht das?

Digitale Geschäftsmodelle bieten zahlreiche Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft. Um diese erfolgreich zu entwickeln, gibt es unterschiedliche Ansätze. Doch welche führen Handwerksbetriebe zum Erfolg? Mit dieser Frage hat sich das Projekt TREND von Oktober 2018 bis September 2020 beschäftigt. Unter der Leitung des Baden-Württembergischen Handwerkstags e.V. arbeiteten drei Forschungsinstitute zusammen: Das Ferdinand-Steinbeis-Institut, das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation.
Um die Frage nach dem „Wie?“ zu beantworten, haben wir gemeinsam mit 190 Teilnehmern aus Handwerksbetrieben und Handwerksorganisationen in 39 Workshops und Seminaren einen Methodenbaukasten mit zahlreichen Beispielen entwickelt. Der Methodenbaukasten ermöglicht die systematische Entwicklung, Weiterentwicklung und Arbeit am eigenen Geschäftsmodell mit Fokus auf die Digitalisierung des Geschäftsmodells.

Der Methodenbaukasten

Ein Geschäftsmodell zu entwickeln oder ein bestehendes weiter zu entwickeln, kann durch verschiedene Methoden unterstützt werden. Dieser Methodenbaukasten ist eine Sammlung und Aufbereitung solcher Methoden mit dem Fokus der Anwendbarkeit im Handwerk.
Zur Orientierung und Planung der Entwicklung eines Geschäftsmodells dient der 5-Schritt-Prozess. Da Geschäftsmodellentwicklung vor allem Zeit erfordert, sind dem 5-Schritt-Prozess Zeitmanagementmethoden vorangestellt. Ergänzend zum 5-Schritt-Prozess sind Kreativitätstechniken integriert, die verschiedene Prozessschritte unterstützen können.
Prozess

Zeitmanagementmethoden

Sich des eigenen Geschäftsmodells bewusst zu werden, neue Ideen zu finden und diese schrittweise umzusetzen, benötigt vor allem Zeit. Teil 1 des Methodenbaukastens beinhaltet daher drei einfache Techniken zum Zeitmanagement.

In 5 Schritten zum neuen Geschäftsmodell

Im zweiten Teil des TREND-Methodenbaukastens finden sich 29 Methoden zur Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells. Diese Methoden sind in einem 5-Schritt-Prozess eingeordnet und können frei kombiniert werden. Dabei gibt es Methoden für einzelne Unternehmen sowie für Netzwerke.

Schritt 1: Ist-Stand untersuchen

Bei der Ist-Stand-Untersuchung lernt man das eigene Geschäftsmodell kennen, so wie es gerade ist. Oft erkennt man hier schon Ansatzpunkte für Weiterentwicklung. Hier gibt es zehn Methoden, um unterschiedliche Aspekte seines Geschäftsmodells genauer anzuschauen.

Schritt 2: Ideen finden

Wer sein Geschäftsmodell kennengelernt hat, beginnt im zweiten Schritt neue Ideen für die Veränderung zu finden. Hier gibt es sieben mögliche Methoden, die je nach eigenem Ziel ausgewählt werden können.

Schritt 3: Ideen auswählen

Wer schon viele Ideen für ein neues Geschäftsmodell oder eine Weiterentwicklung hat, startet in Schritt 3 mit der Auswahl der vielversprechendsten Ideen. Hier gibt es drei Methoden, die aus unterschiedlichen Richtungen bei der Auswahl unterstützen.

Schritt 4: Neues Geschäftsmodell ausgestalten

Wer schon eine konkrete Idee ins Auge gefasst hat, beginnt im vierten Schritt mit der Ausgestaltung des zur Idee passenden Geschäftsmodells. Die Idee nimmt dabei Formen an und man sieht klarer, was für die Umsetzung benötigt wird und wie die Umsetzung aussehen kann. Hier gibt es acht mögliche Methoden, die unterschiedliche Schwerpunkte legen.

Schritt 5: Plan schrittweise umsetzen

Wer seine Idee schon von verschiedenen Seiten durchdacht hat und eine detaillierte Vorstellung davon hat, wie das neue Geschäftsmodell aussehen soll, beginnt direkt mit Schritt 5, der schrittweisen Umsetzung. Hier unterstützen zwei Methoden in kleinen Schritten zum Ziel zu kommen.

Übergreifende Methoden und zusätzliches Material

Hier finden sich Excel Vorlagen zu drei Methoden, die den Einstieg in die Arbeit erleichtern. Zudem der Steckbrief der übergeordneten Methoden Geschäftsmodellkompass, die verschiedene Methoden des Baukastens kombiniert.
Während des Projekts haben wir verschiedene Methoden für Netzwerke entdeckt, die aus der Tech-Branche kommen, sich aber auch für digital-affine Handwerksbetriebe eigenen können.

Kreativitätstechniken

Im dritten Teil des TREND-Methodenbaukastens finden sich fünf verschiedene Kreativitätstechniken. Kreativitätstechniken unterstützen dabei Ideen für gegebene Fragestellungen zu finden und weiter zu entwickeln. Je nach Technik wird allein oder in einer Gruppe gemeinsam gearbeitet.
Im 5-Schritt-Prozess der Geschäftsmodellentwicklung helfen Kreativitätstechniken besonders in den Schritten „2 Ideen finden“, „4 Neues Geschäftsmodell ausgestalten“ und „5 Plan schrittweise umsetzen“.

Beispiele innovativer Geschäftsmodelle im Handwerk

Hier sind Beispiele realer Handwerksbetriebe, die ihr Geschäftsmodell ganz unterschiedlich verändert bzw. innoviert haben, zu finden. Sie können Anregung für eigene Überlegungen sein. Die angegebenen Ansprechpartner dürfen gerne direkt angesprochen werden.

TREND Magazin und Film

Im TREND Magazin finden Sie alle Inhalte des TREND Methodenbaukastens, alle Beispiele und noch einige Tipps zur Anwendung der Methoden. Laden Sie so alle Werkzeuge für Ihr (digitales) Geschäftsmodell gesammelt als PDF herunter. Nutzen Sie es als digitales Nachschlagewerk mit praktischer Suchfunktion oder drucken Sie es zur analogen Nutzung aus.
Der kurze Erklärfilm zeigt, wie ein Handwerksbetrieb mit Hilfe der 5 Schritte ein neues Geschäftsmodell entwickeln kann.

Ihr Ansprechpartner

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Anna Rauhut